Blutarmut, Anämie bei Pferden


Der Pferdekörper kann Eisen nicht selbst produzieren, daher wird es mit dem Futter aufgenommen. Leider kann der Körper das Eisen nur sehr schwer aufnehmen, wodurch es zu Mangelerscheinungen kommen kann. Andere Gründe können sein: einseitige Ernährung, belastete Darmschleimhaut, Einnahme von Medikamenten, Hormonstörungen….Eisen ist an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt und wirkt sich auf den roten Blutfarbstoff aus. Mängel können rassebedingt (Kaltblüter) sein aber auch durch Stoffwechselstörungen, schnelles Wachstum, Trächtigkeit, Leberfunktionsstörungen, Vitamin C- Mangel, chronische Erkrankungen, Durchfall, Blutungen, ……..  



Die Blutarmut lässt sich verschiedenartig einteilen und zeigt sich mit Symptomen wie Konditionsmangel, häufiges Gähnen, Fressunlust und Müdigkeit, Anstieg der Herzfrequenz, tiefe Atmung, blasse Schleimhäute, Ausscheidung von rotem Blutfarbstoff über die Nieren, verringerte Sauerstofftransportkapazität des Blutes. Ein Mangel an Eiweiß führt längerfristig auch zu einer Anämie. Mängel entstehen oft durch einen starken Wurmbefall oder eine gestörte Nahrungsaufschlüsselung. Neben Eisen ist Protoporphyrin das aus Aminosäuren gebildete Globin, einer der wichtigsten Bausteine der roten Blutkörperchen. Merkmale der Erkrankung sind die Lidbindehäute und die Maulschleimhaut, die verlieren ihre rosa Farbe und werden weißlich. Viel Stress auf Dauer kann zu einer verminderten Bildung von roten Blutkörperchen führen. Die Pferde werden anfälliger und erkranken auf Dauer. Fehlen Spurenelementen wie Kupfer oder Kobalt kann es ebenfalls langfristig zu einem Mangel kommen. Ein hochwertiges Mineralfutter auf das Pferd und seine Leistung abgestimmt ist hier sehr wichtig.


Die Diagnose einer Anämie wird mittels Blutuntersuchung gestellt.


Hämoglobin Referenzbereich = 11,0-17,0 g/dl


Hämatokrit Referenzbereich = 33-45 %


Eisen Referenzbereich = >80 ug/dl


MCV Referenzbereich = 37-55 fl


MCH Referenzbereich = 13,0-19,0


MCHC Referenzbereich = 31,0-36,0 g/dl


 


Anämien lassen sich einteilen in :


1. akute oder chronische Anämie durch Blutverlust


2. verminderte Erythrozytenbildung durch Mängel oder gestörte Tätigkeit der Knochenmarkzellen


3. Zersetzung der Erythrozyten (hämolytische Anämie)  


 


Anämie durch verminderte Bildung von roten Blutkörperchen


Hierbei liegt ein Mangel an Vitamin B12 und oder Folsäure vor, der durch längerfristige Darmstörungen ausgelöst werden kann. Ein starker Parasitenbefall, Stoffwechselstörungen, Infekte oder andere chronische Erkrankungen spielen ebenfalls eine Rolle.  


Anämie durch eine verminderte oder fehlende Blutbildung


Hier liegt eine gestörter Bildung der roten Blutkörperchen vor. Ursachen können Medikamente, Infektionen oder Toxische- Ursachen sein. Einblutungen in die Haut oder Schleimhäute, Eiterungen und sogar Blutvergiftung kann auftreten.   Da Darmparasiten je nach Befallsdichte einen enormen Schaden im Blutkreislauf anrichten können, entsteht oft eine Anämie (Blutarmut) die lebensgefährlich sein kann, wenn sie nicht behandelt wird. ​


Wie zeigt sich eine Anämie durch Wurmbefall


Sie entsteht u. a. durch eine verminderte Versorgung mit Eisen. Eisen ist an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt und wirkt sich auf den roten Blutfarbstoff aus. Mängel können u.a. durch starken Wurmbefall auftreten. Die Blutarmut lässt sich verschiedenartig einteilen und zeigt sich mit Symptomen wie : -Konditionsmangel -häufiges Gähnen -Fressunlust und Müdigkeit -Anstieg der Herzfrequenz -tiefe Atmung -blasse Schleimhäute -Ausscheidung von rotem Blutfarbstoff über die Nieren -verringerte Sauerstofftransportkapazität des Blutes ​ Zur Sicherheit sollten sie jährlich ein Blutbild erstellen lassen, um Mängel frühzeitig zu erkennen.


Ihre Tierheilpraktikerin Birgit Vaupel